Nachdem der Morgen ja eher mittelprächtig angefangen hat, gings erstmal auf Arbeit. Ich verstehe bei der Übergabe immer mehr und heute konnte ich mich schon mit Steffen aus der Nachtschicht die ersten Witze machen. Immerhin hatte ich ihn ja gestern das erste mal gesehen und da sah er ja immerhin aus, wie ich mich fühlte. Ich war noch etwas matt und es war toll noch ein paar Minuten entspannt zu sitzen und mit den Kolleginnen etwas zu plauschen. Der Ablauf war dem von gestern ähnlich. Nach dem „auf gehts“ ging es 2Min noch recht schleppend und dann wieder Knall auf Fall. Heute bekam ich meinen ersten eigenen Patienten zum waschen was auch ganz gut klappte. Und danach hieß es für mich … laufen, laufen, laufen.

Patienten zur Endo. Dann hatten wir heute noch um die 4,5 Abgänge und die Betten mussten getauscht werden. Es wurde mir gezeigt, wo das Bettenlager ist und wie da der Ablauf von statten geht. Die nächsten Betten machte ich dann alleine. Also mit einem Bett runter und einem Bett wieder rauf. Den Patienten aus der Endo geholt, dann wieder die üblichen Sachen mit Puls, RR und DV-Kontrolle und BZ-Runden. Einen neuen Patienten aus der Ambulanz holen und denen ein neues Bett bringen. So ging es heute nur… mal mit dem Fahrstuhl und nem Bett, dann wieder Treppen zu Fuß… Mal Bett mit Patient, mal ohne..dann mal wieder Trepp auf mit Patient und mal ohne. Die Zeit flog nur so dahin und Irgendwie hab ich die beiden Pausen dazwischen gar nicht so mitbekommen. Es war urplötzlich 1Uhr und der nette alte Herr mit seinen kessen Sprüchen sollte entlassen werden. Sowohl die Kollegin mit der ich ihn gerade umlagern wollte und ich schauten auf die Uhr… Wir dachten das sollte erst um 3 passieren. Die netten Jungs von den Johanniter-Rot-Kreuz-Maltersen mussten eben warten und wir bereiteten ihn fix vor. Ich hab eben den Katheter geleert, während die Kollegin schon anfing ihn anzuziehen. Wie schon die letzten Tage waren ihm die Sachen immer zu klein. 😀 .. Ich wünsche ihm, das er wieder komplett fit wird und mindestens so alt wird wie Jopi Heesters. Er wäre eine Bereicherung für unsere nörgelnde Gesellschaft mit seinem Humor. Dann eben den Patienten noch auf die Trage gepackt. Ein letztes Mal das Bett gewechselt. Feierabend!

Ich kam zuhause an und habe was gegessen und so langsam merkte ich die Arbeit. Ich würde fast drauf wetten, das ich heute mehr Kilometer gemacht habe, als ein Bus von den öffentlichen.

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