Ich sitze hier mit meinem Kaffee und schaue in die Tasse auf die hellbraune glatte Oberfläche. Die grüne Innenseite hebt die braunen Kafferinge hervor wie die Altersringe in einem Baumstamm. Jeden Wochentag in den letzten 3,5 Jahren bin ich durch diese Räumlichkeiten gewandert. Mal mit mehr oder weniger guter Laune. Hab geflucht über die Schichtplanung und die Kunden. Hab gelacht mit den Kollegen und Kunden. Ja manchmal sogar mit dem Chef. Aber diese Zeit hat ein Ende. Keine Sprüche mehr von den Kollegen. Die Witze wandelten irgendwo zwischen schlechten Kalauern und echten Highlights mit Köpfchen. Ich nehme einen Schluck von dem Kaffee und überlege ob ich trotz aller guten Vorsätze nochmal in dieses Büro kommen werde. Der Freitag Nachmittag ist diesmal erstaunlich ruhig. Ein Kollege kommt auf mich zu. Er wünscht mir alles gute. Ich lache… sage ich freue mich auf die Zukunft. Auf die Stadt in der ich wohnen werde. Auf die Ausbildung. Trotzdem weht ein Gedanke von Unsicherheit durch meinen Kopf. Ich wische ihn schnell weg.. schiebe ihn auf die Gewohnheit. Die letzten Vorbereitungen für morgen werden getroffen. Ich überlege wie ich meine letzten Stunden in dem Ort hier verbringen kann und wie ich sie verbringen will. Ganz Klar. Das Kaffeemädchen wird meine letzten Stunden zieren. Noch bevor es zuende Gedacht ist ziert ein Lächeln mein Gesicht. Das Kaffeemädchen. Ich denke urplötzlich nur noch an Sie! An all die tollen Dinge die ich mit ihr in der kurzen Zeit erlebt habe. Ihr Mut uns 3 Halunken zu begleiten. Die Tage danach.. Die ersten Stunden allen zu Zweit, der erste Kuss, die erste Nacht. Ich freu mich auf Sie. Sie wird mein Abschied… Und Sie wird mein Neuanfang. Auch wenn ich in einer anderen Stadt lebe. So leicht geb ich mich nicht geschlagen. 🙂

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