BAM!!! das hat gesessen. So kam ich mir vor als mir jemand sehr nahestehendes mir gesagt hat, man könnte mein Verhalten als mangelnde Empathie dem Patienten gegenüber verstehen. :schock:

Also ich lass ja viel auf mir sitzen und weiß auch meine Position zu verteidigen. Aber das war mal ne Ansage. Es ist ja nicht so, das ich die Positon nicht verstehen würde.. die Argumente waren ok. Trotzdem hab ich natürlich meine Position verteidigt und ich weiß ja auch, wie ich sonst bei Menschen ankomme, und das ich mich ziemlich gut in sie reinversetzen kann.

Pro meinerseits war das ich bis auch gaaaaaaaaaanz wenige Ausnahmen eigentlich die Lebensfreude in Person bin. Ich habe immer viel zu Lachen und bin eigentlich immer hilfsbereit. Es gibt so eine Handvoll Leute die verstehen meinen Humor und geben mir entsprechend Konter. Dann gibt es aber noch einen Ickedette vorm Patienten der gleichzeitig mit ihnen fühlt soweit er kann. Der auch den gebrechlichsten versucht das letzte Stück Würde zu erhalten und sei es nur das sie sich selber waschen so gut es eben geht. Ich würde einem Patienten gegenüber nie meinen schwarzen Humor auftischen, wenn der sich gerade in Schmerzen windet oder dieser mir gerade erzählt, das er lieber sterben würde als hier im Krankenhaus vor sich hin zu kränkeln und somit anderen zur Last zu fallen. Wo hingegen das vierer Männerzimmer mit teils nur ambulanten Patienten und eher einem Handwerksmeisterstammtisch gleichen Stimmung … da kann es schonmal passen. Da ist eben Empathie gefragt. Was geht und was geht mal so gar nicht!

In meiner Freizeit und Freunden gegenüber darf dann auch schonmal der schwarze Humor raus. So wie die Schotten die Westfalen verjagt haben, weil sie denen zu geizig waren, so haben mich die Engländer vertrieben, weil denen mein Humor zu schwarz war. ( Hach.. übertreibung veranschaulicht immer so schön =) ) Das hat für mich aber weniger mit Respekt oder mangelnder Empathie gegenüber dem Patienten zu tun, sondern ist für mich viel eher ein Ventil. So kann ich das alltägliche Leid was ich sehe und in Zukunft sicherlich noch viel mehr sehen werde eben verdauen. In dem ich einen Ansatz zum darüber lachen finde. Mir tun die Leute die ich sehe Leid. Und ein Behinderter wird es nach wie vor am schlimmsten finden, wenn ich ihn wie einen Behinderten behandeln würde. Ihm somit das letzte Stück Selbstständigkeit und Selbstbestimmung auch noch entsage und ich ihn förmlich entmündige.

Und trotzdem hat die Freundin recht. Wenn ich da nicht präventiv gegenmaßnahmen einleite und das ganze mal ( auf welchen Wegen auch immer ) an die Lehrerschaft rangetragen wird, könnte mir das durchaus als mangelndes Empathieverständnis gegenüber des Patienten ausgelegt werden. Und dann wars das mit der Probezeit.

Ich hasse zwar Regeln von aussen, die mich bremsen in meiner Motivation… aber das beste wird sein, damit erstmal einen Gang runterzuschalten. Und gegebenenfalls mal mit jemandem darüber reden, der mir da mehr Infos geben kann. Nur wer? Vertrauenslehrer, JAV, Mitschüler?

Was meint ihr? Ist Lebensfreude gepaart mit Witze über Krankeheiten und damit indirekt über Patienten machen gleich fehlende Empathie?

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