Mein Praxiseinsatz neigt sich langsam dem Ende entgegen, bevor es über die Feiertage in den Urlaub geht. Ich gehöre wohl zu der Sorte Mensch, die zwar gerne über Weihnachten arbeiten würden, jedoch „Zwangsurlaub“ durch den Schulungsträger vorgeschrieben bekommen.

Aber das worum es hier eigentlich geht, ist die Tatsache, das ich bei einer OP mit dabei war. Und ick fand es Klasse! Ich hätt wohl auch am OTA ( für das nichtmedizinische Puplikum -> Operationstechnischer Assistent ) Spaß gefunden. Eigentlich ging alles ganz flott, Station gefragt.. sagt ja.. Pat. gefragt. Sagt och ja. Und da der Doktor gerade nicht da war .. Ihn auch gefragt! Es gibt ja Telefon. 😉

Allesamt japp… OP fing zwar zum Feierabend an, das hat mich aber mal nicht stören sollen. Wie oft hat man denn schon die Möglichkeit dazu. Es war eine Patellasehnenruptur.

Der Arzt der mich mitgenommen hat, zeigte mir vor der OP das seine größte Sorge war, das ich stehenbleibe. …
Hätte gerne auch mal die Kniescheibe oder so in die Hand genommen um mal zu sehen wie sich sowas ohne den Hautmantel anfühlt. Das wäre aber wohl auch zuviel des Guten gewesen. Dann hätt ick mich ja erst waschen, desinfizieren und sonstige Dinge anstellen müssen um überaupt nur in Reichweite des OP-Tisches zu gelangen. War aber auch aus 1-2 Metern Entfernung ganz spannend da zuzusehen. Knie aufgeklappt und das flaue Gefühl aus dem Magen verschwand relativ schnell nach den ersten 3 Schnitten.

Besonders schön fand Ick die Kreuzbandkontrolle auf Sicht!!! Das offene Knie wurde einfach mal angehoben um zu sehen wie es in dem Gelenk aussieht. Naja.. Der Doc wird schon wissen was er da tut.

Und das es im OP zugeht wie beim Hagebaumarkt in der Probierecke war mir ja auch schon bekannt. Aber so? Schraube rein, Schraube raus. Bissel hier noch gemeisselt, bissel hier noch gesägt. Die Ärzte stecken fast bis zum Handgelenk im Bein.

Ende vom Lied war eine Plattenostheosynthese mit Cerclage und 2 Schrauben im Bein! Die wunde wird innerlich zugenäht, dann getackert und ick hatte ja gehofft die Klammern ziehen zu können. Allerdings geht die Patientin in eineinhalb Wochen mit Gips nach Hause und da sind die Klammern noch drin.

Ich glaube ich Opfer nochmal nen bissel Freizeit für ne OP 🙂

Dann aber hoffentlich mit nem Arzt der nen bissel mehr erzählt.

 

Und übrigens.. Ich bin stehengeblieben 🙂

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