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In letzter Zeit bekomme ich jede Menge Karten von wegen gesellschaftliches Ereigniss wo nen Kinderkopf gebadet wird oder nen Päärchen sich Alteisen aus Kaugummiautomaten an die Finger stöpselt. Das war vor 15, 10 oder gar 5 Jahren noch nicht so das Problem. Es waren tolle Feiern. Man konnte viel quatschen und trinken. Ja. Solche Feste haben was tolles.

Nur sind das inzwischen die Menschen, mit denen ich noch die Schulbank gedrückt habe.  Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mit 16 als Oberrebell gesagt habe:“Ich kann alt werden, aber ich möchte nie erwachsen werden“. Und nun steh ich da. Ende Anfang 20 ;).

Kein Kind. Kein Ring aus gezwirbelter Aluminiumfolie. Nen Bruttogehalt von nem Azubi… und Erwachsen.(Die Meinung meiner Mutter bleibt jetzt mal aussen vor :))

Andererseits war ich schonmal verlobt. Ich war jung, verliebt und naiv. Es hat dann nicht geklappt und aus dem angedachten Namenstausch (Ich will meinen Familiennamen übrigens loswerden) wurde nix. Gut? Schlecht?

Jedenfalls sind alle die damals so jung geheiratet haben nun wieder geschieden und alle die damals nicht geheiratet haben nun vergehochzeitet oder es steht in absehbarer Zeit an. Alle ………….außer mir.

Sind solche Gedanken Torschlußpanik?

… sagt man doch immer 🙂

Und da bin ick wieder. Ich bitte erstmal alle Leser um Entschuldigung, das ick so lange nix mehr von mir hab hören lassen. Ick brauchte erstmal ne weile Abstand von allem und musste mich mal etwas auf die Ausbildung konzentrieren.

Zu der Ausbildung.. es geht weiter. Viel ist inzwischen passiert.

Die Probezeit hab ick überstanden und ab nächster Woche hab ick wieder nen Einsatz. Diesmal auf einer Chirurgischen.

Ab sofort wird wieder öfter was kommen, vielleicht trau ick mir in Zukunft auch wieder den ein oder anderen Gastauftritt in Twitter zu und erzähl euch dann mal wieder was mir so wiederfahren ist.

I’m back!!!

Und damit hier noch etwas mediales stattfindet.
Einen Klassiker

Das tut mir jetzt aber leid…

Ich hatte zwischendurch immer mal wieder nen Thema über das ich bloggen wollte. Und was passiert.. mal lernt, bekommt neuen Stoff und ist unglaublich lernwillig faul. Tut mir echt leid, das ihr so lange auf neuen Lesestoff warten musstet.

Nun stehen in den nächsten Tagen die ersten Klausuren an und wir haben ordentlich zu lernen. Parallel dazu haben wir noch 3 Präsentationen vorzubereiten und fürs Private muss ja auch noch Platz bleiben.

versprochen.. die nächste Zeit kommt wieder mehr von mir..

Jetzt muss ick aber erstmal lernen und lernen und äähhh… lernen.

Achja… die Bayern haben verloren.. schalalalala!!

BAM!!! das hat gesessen. So kam ich mir vor als mir jemand sehr nahestehendes mir gesagt hat, man könnte mein Verhalten als mangelnde Empathie dem Patienten gegenüber verstehen. :schock:

Also ich lass ja viel auf mir sitzen und weiß auch meine Position zu verteidigen. Aber das war mal ne Ansage. Es ist ja nicht so, das ich die Positon nicht verstehen würde.. die Argumente waren ok. Trotzdem hab ich natürlich meine Position verteidigt und ich weiß ja auch, wie ich sonst bei Menschen ankomme, und das ich mich ziemlich gut in sie reinversetzen kann.

Pro meinerseits war das ich bis auch gaaaaaaaaaanz wenige Ausnahmen eigentlich die Lebensfreude in Person bin. Ich habe immer viel zu Lachen und bin eigentlich immer hilfsbereit. Es gibt so eine Handvoll Leute die verstehen meinen Humor und geben mir entsprechend Konter. Dann gibt es aber noch einen Ickedette vorm Patienten der gleichzeitig mit ihnen fühlt soweit er kann. Der auch den gebrechlichsten versucht das letzte Stück Würde zu erhalten und sei es nur das sie sich selber waschen so gut es eben geht. Ich würde einem Patienten gegenüber nie meinen schwarzen Humor auftischen, wenn der sich gerade in Schmerzen windet oder dieser mir gerade erzählt, das er lieber sterben würde als hier im Krankenhaus vor sich hin zu kränkeln und somit anderen zur Last zu fallen. Wo hingegen das vierer Männerzimmer mit teils nur ambulanten Patienten und eher einem Handwerksmeisterstammtisch gleichen Stimmung … da kann es schonmal passen. Da ist eben Empathie gefragt. Was geht und was geht mal so gar nicht!

In meiner Freizeit und Freunden gegenüber darf dann auch schonmal der schwarze Humor raus. So wie die Schotten die Westfalen verjagt haben, weil sie denen zu geizig waren, so haben mich die Engländer vertrieben, weil denen mein Humor zu schwarz war. ( Hach.. übertreibung veranschaulicht immer so schön =) ) Das hat für mich aber weniger mit Respekt oder mangelnder Empathie gegenüber dem Patienten zu tun, sondern ist für mich viel eher ein Ventil. So kann ich das alltägliche Leid was ich sehe und in Zukunft sicherlich noch viel mehr sehen werde eben verdauen. In dem ich einen Ansatz zum darüber lachen finde. Mir tun die Leute die ich sehe Leid. Und ein Behinderter wird es nach wie vor am schlimmsten finden, wenn ich ihn wie einen Behinderten behandeln würde. Ihm somit das letzte Stück Selbstständigkeit und Selbstbestimmung auch noch entsage und ich ihn förmlich entmündige.

Und trotzdem hat die Freundin recht. Wenn ich da nicht präventiv gegenmaßnahmen einleite und das ganze mal ( auf welchen Wegen auch immer ) an die Lehrerschaft rangetragen wird, könnte mir das durchaus als mangelndes Empathieverständnis gegenüber des Patienten ausgelegt werden. Und dann wars das mit der Probezeit.

Ich hasse zwar Regeln von aussen, die mich bremsen in meiner Motivation… aber das beste wird sein, damit erstmal einen Gang runterzuschalten. Und gegebenenfalls mal mit jemandem darüber reden, der mir da mehr Infos geben kann. Nur wer? Vertrauenslehrer, JAV, Mitschüler?

Was meint ihr? Ist Lebensfreude gepaart mit Witze über Krankeheiten und damit indirekt über Patienten machen gleich fehlende Empathie?

Die Tage des angepasst seins sind vorbei. Kein angepasstes seriöses Auftreten für Bewerbung und Praktikum wo man nur einen ersten Eindruck hinterlassen kann für einen kurzen Moment. Ich blicke in die Zukunft und merke wie die Lebensgeister Kraft gewinnen. Kraft für die Aufgaben die vor mir liegen. Es ist die Erwartung an die neuen Dinge die ich erleben werde. Die gewollt und ungewollt passieren. Das Pläne schmieden macht wieder Freude. Dieses subtile emotionale. Und dabei fängt es manchmal ganz profan an….

z.B. mit dem Besuch beim Frisör

Ich habe ja vor kurzem bei mir auf Arbeit gekündigt und dachte ich kann da die letzten paar Tage in meinem Projekt was ich primär betreue abfeiern. Nun ist ja einer der Gründe warum ich gehen will dieser permanente Druck von oben und mein fehlendes Interesse an allem was mit dem Thema da zu tun hat. Klar bringt man seinen Job noch gut zuende, immerhin will ick von denen ja noch nen Zeugnis haben. Heute Morgen habe ich mich auch noch auf die Woche Arbeit gefreut. Das erste mal seit Wochen hab ich ne mehr oder minder geregelte Anfangszeit und am Do und Fr. hätte ich um 14Uhr Feierabend gehabt.

Wie sollte es auch anders kommen. In einem anderen Projekt ist gerade not am Mann und es werden Aushilfen gesucht. Für das Projekt ist vor 3 Tagen erst ein neuer Student eingestellt worden. Wie ich heute mitbekommen habe, hat er gestern wieder um die Aufhebung seines Arbeitsvertrages gebeten. Noch fragen??

Ich wähnte mich ja nun in meiner Rolle recht sicher, keiner wird so doof sein und mich für die letzten 3 Wochen versuchen auf nen anderes Projekt anzulernen. Werden sie nicht.. oder?? … ne halbe Stunde später stand mein Chef vor mir und erklärte uns seinen Plan. Ich solle nun angelernt werden. 😯

Ich fügte mich dann meinem Schicksal, denn ich will ja einfach nur noch die Zeit so gut wie möglich hinter mich bringen und dann da mit wehenden Fahnen verschwinden.  Mein Lernwille bewegt sich irgendwo auf dem Niveau der Teppichkante. Und was mich aufregt ist, das sie vor ein paar Wochen erst die hälfte der Kollegen die für das Projekt gearbeitet haben, gekündigt haben. Auf die Idee da anzurufen und einen von denen zu nehmen, kommen sie natürlich nicht. Kosten sparen!!

Das wars jedenfalls mit Feierabend um 14 Uhr am Donnerstag und Freitag.

Ach und wundert es wen, das ich für nächste Woche, oder gar darüber hinaus, noch gar keinen Schichtplan habe?

Planbarkeit fürs Privatleben wird eh überschätzt.