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In letzter Zeit bekomme ich jede Menge Karten von wegen gesellschaftliches Ereigniss wo nen Kinderkopf gebadet wird oder nen Päärchen sich Alteisen aus Kaugummiautomaten an die Finger stöpselt. Das war vor 15, 10 oder gar 5 Jahren noch nicht so das Problem. Es waren tolle Feiern. Man konnte viel quatschen und trinken. Ja. Solche Feste haben was tolles.

Nur sind das inzwischen die Menschen, mit denen ich noch die Schulbank gedrückt habe.  Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mit 16 als Oberrebell gesagt habe:“Ich kann alt werden, aber ich möchte nie erwachsen werden“. Und nun steh ich da. Ende Anfang 20 ;).

Kein Kind. Kein Ring aus gezwirbelter Aluminiumfolie. Nen Bruttogehalt von nem Azubi… und Erwachsen.(Die Meinung meiner Mutter bleibt jetzt mal aussen vor :))

Andererseits war ich schonmal verlobt. Ich war jung, verliebt und naiv. Es hat dann nicht geklappt und aus dem angedachten Namenstausch (Ich will meinen Familiennamen übrigens loswerden) wurde nix. Gut? Schlecht?

Jedenfalls sind alle die damals so jung geheiratet haben nun wieder geschieden und alle die damals nicht geheiratet haben nun vergehochzeitet oder es steht in absehbarer Zeit an. Alle ………….außer mir.

Sind solche Gedanken Torschlußpanik?

Angekommen!

Ein Wohnortwechsel bringt ja immer so einiges mit sich. Ein neuer lokaler Freundeskreis muss gefunden werden. Vereine in denen man seinen Hobbys nachgehen kann. Man braucht Zeit um sich da wo man ist auch zuhause zu fühlen. Erfahrungsgemäß dauert das ca. 1 Jahr. Ist zumindestens bei mir so.  Problematischer wird es da schon noch, wenn auch noch ein Berufswechsel und ein finanzieller „Abstieg“ hinter stehen.

Aber Icke wäre nicht nich ick ( … moment.. das hab ich doch schonmal gehört?? … ) … wenn ich das nicht trotzdem packen würde. Man sieht die Dinge mit etwas Erfahrung und Abstand ja meistens eh klarer. Der Ausbildungsbetrieb ist doch nicht das gelbe vom Ei (was nicht heißen soll, das er total schlecht ist), der Idealismus ist auch etwas verpufft und das erste Motivationsloch ist überwunden.

Trotzalledem fehlt immer noch etwas. Man hat eine innere Unruhe in sich.  Die Zeit fliegt vorbei und das Leben um einen herum ist inzwischen bei einem Tempo angekommen, das man es kaum noch greifen kann in Geissel seiner Verpflichtungen. Aber irgendwann ist es dann da… Dieses Gefühl…

Ich mag dieses Gefühl des angekommen seins. Kein Kampf mehr mit sich selber um sich über die ersten quälenden Tage des Alleinseins zu schleppen. Keine trauernden Vergangenheitsphantasien das man es vielleicht doch nicht hätte tun sollen mit dem Neuanfang.  Das Leben ist jetzt und hier… UND HIER bin Ick.

Soweit erstmal kurz von mir

Ich wünsche euch auch allen dieses Gefühl des „angekommen seins“ … wo auch immer es euch hintreibt!

Das fragt man bei den üblichen Kaffeerunden, oder wie auch immer sie auf Station genannt werden.  Genauso kommt man sich aber auch vor bei den Spritzen. Egal ob nun Clexane oder Insulin. Bauch oder Oberschenkel? Ich glaube das nächste mal frage ich nach Speck oder Keule.

Jedenfalls hatte ich das heute auch wieder. Diesmal allerdings mit unserer Stationsleitung daneben. Durfte dann auch noch ein bissel was erklären dazu und das ganze endete dann in der bestandenen Prüfung fürs Spritzen.

Ab sofort darf ick nun Spritzen ohne groß zu fragen oder ne Schwester zu holen.

Bald gehör ick zu den Großen … 😛

Hmm… wo fang ick an. Greif ick mal nicht zuweit vor und fangen wir damit an, das ick mir Material schicken lassen habe über die Parteimitgliedschaft bei den Grünen.

( Steht dann eigentlich nen Fahrradständer mit der Aufschrift „Leitung“ vorm Rathaus, wenn Künast hier Bürgermeisterin wird? )

Nunja… Ick bekam nunmal allerhand Material zugeschickt … Das meiste polemisches Parteingeschwafel, was sich aber jede Partei erlaubt. Wie zum Beispiel auch Merkel und Ihre Atomkraftmissgeschicke.

Ok.. genug politischer Überzeugung meinerseits. Ick mach halt einfach kein Hehl draus was ick wähle. Wieso auch. Sonst müsst ick ebenso verheimlichen das ick Atheist, Agnostiker oder  einer religiösen „Partei“ angehöre.

Ich will hier nachher auch keine Kommentare sehen, von wegen ick mach Werbung für die Grünen. Das ist nicht meine Absicht. Es geht mir um den Abschnitt aus dem Parteiengrundprogramm und ob euch aus anderen politischen Lagern was gleiches/ähnliches bekannt ist bzw. will ich mit euch drüber Diskutieren, was ihr davon haltet?

Also im aktuellen Grundsatzprogramm steht

Das System ist einseitig kurativ ausgerichtet. […] Das System wird dominiert von den unterschiedlichen Versicherungen und denjenigen, die Leistungen erbringen. Mehr Partizipation von Patienten, Patientinnen und Versicherten bei Planung, Ausgestaltung und Kontrolle des Gesundheitssystem ist notwendig. Sie müssen Partner auf Augenhöhe werden. Nur ein gleichberechtigtes „Dreieck“, das sie mit Gesundheitsberufen und Kassen bilden, wird das Gesundheitssystem langfristig sichern.

Dann kommt noch nen bissel Blah Blah über die Finanzierung.. Da kann sich ja jeder selbst nen Bild machen, welche Partei für Ihn das wohl Beste Konzept hat. Kopfpauschale, Bürgerversicherung, … usw. Weiter gehts jedenfalls auch noch mit…

Die nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe müssen durch stärkere inhaltliche wie finanzielle Autonomie aufgewertet werden.

[…Umgang mit Gentechnik in der Medizin, gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, aktives Alter]

Und jetzt kommt der eigentlich spannende Teil

Pflegeabsicherung

Voraussetzung für eine menschenwürdige Pflege ist die Sicherung der Selbstbestimmung, der Grundrechte und die Förderung der vorhandenen individuellen Ressourcen. Noch immer wird zu oft über ältere und hilfebedürftige Menschen verfügt, werden ihre Menschenrechte missachtet bis zu Gewaltakten. Eine der wesentlichen Ursachen ist im vielerorts drückenden Pflege- und Personalnotstand zu suchen, der zu Überforderung von Pflegekräften und Angehörigen führt. Qualifizierung, Beratung und Begleitung müssen dem entgegenwirken. Für eine menschlichere Versorgung ist eine umfassende Erhebung der krank machenden Umstände, die Beseitigung des Personal- und Pflegenotstandes und individuellere Schulung des Personals und der Angehörigen dringend Notwendig.

Also ick weiß ja nicht was ihr drüber denkt. Aber es ist das erste mal, das ick eine Partei die auch mehr als nur 0,127% bei Wahlen erreicht das Wort Pflegenotstand in den Mund nehmen höre/lese. Das Programm ist übrigens vom 03/2002. Also inzwischen auch schon gute 8einhalb Jahre alt.

Und weiter gehts noch mit

In der häuslichen Pflege wie auch in der Professionellen Pflegearbeit sind überwiegend Frauen tättig. Ihre Arbeitsbedingungen müssen entscheidend verbessert werden. Ein gemeinsames Berufsbild „Pflege“ durch die Einbeziehung verschiedener Berufsfelder und Qualifikationen ist ein entscheidender Schritt. Die Finanzierungsgrundlage für die Pflege muss deutlich erweitert werden, damit sie den Anforderungen einer Menschenwürdige Pflege egerecht werden kann. Denn Pflege ist mehr als die Versorgung der körperlichen Grundbedürfnisse.

HOORAYYY!!! Jetzt müsst ihr es nur noch umsetzen. Und spätestens da wird es hapern, wenn sie wirklich mal einen großen Bundeswahlsieg erreichen würden. Es fehlen die Mittel und auch das Interesse der Gesellschaft um es a.) schnell und b.) Parteinwerbetauglich umzusetzen.

….

So heißt es wohl abwarten und hoffen, das sich mal irgendwas in der Parteinlandschaft ändert damit das Pflegesystem wieder in den Mittelpunkt rückt. Dafür müssen aber wohl in Deutschland erst massive Pflegeprobleme mit Toten auftreten oder UnsMerkel selber im Pflegeheim vor sich hin siecht.

Nun bin ick fast seit einer Woche auf der neuen Station und was soll ick sagen???…..Die Station machte für mich bei meinem ersten Besuch schon einen recht altbackenen Eindruck. Die Einrichtung ist locker mal 20 Jahre oder älter (Betten die nicht höhenverstellbar sind gab es zuletzt wann?) und es sieht alles grau in grau aus.

Der erste Tag auf Station fing auch damit an, das mich nen Patient nach einer Tablette fragte die sie ja schon genommen hat ( suuuuper… also meinen GoGo-Gadgetto-Röntgenblick wird gebraucht ). Er hätte ja wohl schon die Putzfrau gefragt, da sonst wohl niemand kommt. Ich habe mich schon auf Weihnachten gefreut, weil es da Urlaub gibt und ick dann von der Station weg kann.

Denkste!!

Die Kollegen sind supernett, die Arbeit macht wirklich Spass und die Stationsleitung hat sowas mütterliches!

Das einzige was dieses Hoch halt wirklich trübt ist der Zustand der Station, der Gefühlt aus der Zeit vor dem Penicillin stammt. In 6 Monaten wird sie aber komplett renoviert und bekommt den schönen Glitzer den sie verdient. Es wird nen richtiger Rundumschlag gemacht. Alles Neu! Also die Station hat es wirklich mal verdient.

Das kleine hässliche Entlein

… sagt man doch immer 🙂

Und da bin ick wieder. Ich bitte erstmal alle Leser um Entschuldigung, das ick so lange nix mehr von mir hab hören lassen. Ick brauchte erstmal ne weile Abstand von allem und musste mich mal etwas auf die Ausbildung konzentrieren.

Zu der Ausbildung.. es geht weiter. Viel ist inzwischen passiert.

Die Probezeit hab ick überstanden und ab nächster Woche hab ick wieder nen Einsatz. Diesmal auf einer Chirurgischen.

Ab sofort wird wieder öfter was kommen, vielleicht trau ick mir in Zukunft auch wieder den ein oder anderen Gastauftritt in Twitter zu und erzähl euch dann mal wieder was mir so wiederfahren ist.

I’m back!!!

Und damit hier noch etwas mediales stattfindet.
Einen Klassiker

Dafür war der restliche Tag seltsam…

Erst kommt man sich vor wie der letzte Idiot … und das zurecht . Hat ein schlechtes Gewissen und weiß nicht so recht wohin mit den Gedanken. Man möchte die Zeit zurück drehen und die Entscheidung gleich konsequent und richtig machen. Und später wird der Tag noch mit 2 guten Nachrichten gespickt. Was soll man von solchen Tagen halten.

Sind sie gut?

Sind sie schlecht?

Die guten Nachrichten jedenfalls..

1. Klausur wiederbekommen …  Es ist ne 2 geworden und ganze 1,5Punkte ( von machbaren 56 ) an der 1 vorbeigeschrammt.

2. Ich hatte heute meinen Besuch beim Betriebsdoc… Und nach meiner ersten Impfung seit ’98 laut Impfbuch bin ick nun auch gegen Hep A+B wieder fit für die Station. Mit wehenden Fahnen bestanden. Hätt ick nicht gedacht.

Bleibt als letztes Hinderniss nur noch die Probezeit zu bestehen …

Mal völlig ab davon, das ich in der Onkologie und Geriatrie meine Praxiseinsätze habe, gibt es eine Sache auf die ich mich jetzt schon total freue. Unser Krankenhaus liegt in einem Bezirk mit einer sehr gemischten Gesellschaft. Unsere Klasse ist ebenfalls sehr Multikulti geprägt. Und von all diesen Menschen kann man nur lernen. Kulturen, Gewohnheiten, Sprache, Glaube… Alles Dinge auf die ich mich sehr freue und wenn ich mir so manche Intoleranz gegenüber fremden Kulturen ansehe, wunder ich mich auch kein Stück das sie diese als befremdlich empfinden. Ich hingegen freue mich solchen Leuten zu begegnen und wenn man ihnen Interessiert und freundlich entgegen tritt, reagieren diese auf genau diese Weise. Wie es in den Wald hineinruft eben…

Bis dahin muss ich mich aber noch etwas mit Theoriestoff beschäftigen. Ende Mai fangen bei uns die ersten Klausuren an und ab nächste Woche gehts mit dem lernen dafür los. Da haben wir mal wieder unseren freien Tag und unsere Lerngruppe steht auch schon mit 4 Leuten. Es geht vorran, auch wenn ich mit der Proteinbiosynthese immernoch auf Kriegsfuss stehe nicht so recht klar komme. 🙂

BAM!!! das hat gesessen. So kam ich mir vor als mir jemand sehr nahestehendes mir gesagt hat, man könnte mein Verhalten als mangelnde Empathie dem Patienten gegenüber verstehen. :schock:

Also ich lass ja viel auf mir sitzen und weiß auch meine Position zu verteidigen. Aber das war mal ne Ansage. Es ist ja nicht so, das ich die Positon nicht verstehen würde.. die Argumente waren ok. Trotzdem hab ich natürlich meine Position verteidigt und ich weiß ja auch, wie ich sonst bei Menschen ankomme, und das ich mich ziemlich gut in sie reinversetzen kann.

Pro meinerseits war das ich bis auch gaaaaaaaaaanz wenige Ausnahmen eigentlich die Lebensfreude in Person bin. Ich habe immer viel zu Lachen und bin eigentlich immer hilfsbereit. Es gibt so eine Handvoll Leute die verstehen meinen Humor und geben mir entsprechend Konter. Dann gibt es aber noch einen Ickedette vorm Patienten der gleichzeitig mit ihnen fühlt soweit er kann. Der auch den gebrechlichsten versucht das letzte Stück Würde zu erhalten und sei es nur das sie sich selber waschen so gut es eben geht. Ich würde einem Patienten gegenüber nie meinen schwarzen Humor auftischen, wenn der sich gerade in Schmerzen windet oder dieser mir gerade erzählt, das er lieber sterben würde als hier im Krankenhaus vor sich hin zu kränkeln und somit anderen zur Last zu fallen. Wo hingegen das vierer Männerzimmer mit teils nur ambulanten Patienten und eher einem Handwerksmeisterstammtisch gleichen Stimmung … da kann es schonmal passen. Da ist eben Empathie gefragt. Was geht und was geht mal so gar nicht!

In meiner Freizeit und Freunden gegenüber darf dann auch schonmal der schwarze Humor raus. So wie die Schotten die Westfalen verjagt haben, weil sie denen zu geizig waren, so haben mich die Engländer vertrieben, weil denen mein Humor zu schwarz war. ( Hach.. übertreibung veranschaulicht immer so schön =) ) Das hat für mich aber weniger mit Respekt oder mangelnder Empathie gegenüber dem Patienten zu tun, sondern ist für mich viel eher ein Ventil. So kann ich das alltägliche Leid was ich sehe und in Zukunft sicherlich noch viel mehr sehen werde eben verdauen. In dem ich einen Ansatz zum darüber lachen finde. Mir tun die Leute die ich sehe Leid. Und ein Behinderter wird es nach wie vor am schlimmsten finden, wenn ich ihn wie einen Behinderten behandeln würde. Ihm somit das letzte Stück Selbstständigkeit und Selbstbestimmung auch noch entsage und ich ihn förmlich entmündige.

Und trotzdem hat die Freundin recht. Wenn ich da nicht präventiv gegenmaßnahmen einleite und das ganze mal ( auf welchen Wegen auch immer ) an die Lehrerschaft rangetragen wird, könnte mir das durchaus als mangelndes Empathieverständnis gegenüber des Patienten ausgelegt werden. Und dann wars das mit der Probezeit.

Ich hasse zwar Regeln von aussen, die mich bremsen in meiner Motivation… aber das beste wird sein, damit erstmal einen Gang runterzuschalten. Und gegebenenfalls mal mit jemandem darüber reden, der mir da mehr Infos geben kann. Nur wer? Vertrauenslehrer, JAV, Mitschüler?

Was meint ihr? Ist Lebensfreude gepaart mit Witze über Krankeheiten und damit indirekt über Patienten machen gleich fehlende Empathie?

Der erste Tag bringt ja für gewöhnlich viel neues mit sich. Trotzdem kamen mir viele Abläufe ( ist ja nunmal Ausbildung Nummer 3 ) vertraut vor.

Zum Beispiel läuft der erste Tag immer nach dem selbem Schema ab. Große Rede des Ausbildungsobergurus. Dann Nochmal im steten Wechsel einzelne Lehrkörper oder Organisationstalente bzw. Organisationsurgesteine. Dann kommt im regelfall etwas organisatorisches und zum Schluss das klassische Ball zuwerfen, Namen sagen damit auch jeder mal was von seinem Tischnachbarn gehört hat. Und sei es nur der Name. Bei uns lief es heute mal etwas anders. Da kam erst das Namensspiel und dann der Organisationskrempel. Aber was solls.

Mal kurz ein paar Zahlen für heute. Für die KrankenpflegerInnen-Ausbildungsplätze mit Start April 2010 haben sich 1100 Leute beworben. Durchgekommen sind ~80. Bei mir in der Klasse liegt der Weibchenanteil bei 75%. Unsere Schulzeiten find ich ziemlich human mit 8:00 – 15:20 Uhr bzw. Freitags mit 8:00 – 13:10 Uhr. Ick bin der älteste Mann in unserer Klasse, aber wohl nicht der vernünftigste :-D. Die Klassenälteste ist Ende 30.

Nun muss ick aber noch privat organisatorisch weitermachen. Ich hoffe ich komme heute abend nochmal zum ausführlichen schreiben.